Entschlüssle deine Business-DNA

Entschlüssle deine Business-DNA

Kaivalya Hans
Kaivalya Kashyap und Hans Strobl-Aloni sind Gründungsmitglieder der IATL und lassen dich erfahren, warum die Entschlüsselung der Business-DNA in Form der Unternehmensvision und-mission sogar lebensnotwendig für den Erfolg sind.
VERÖFFENTLICHT AM 10. Mai 2020
So wie jeder Mensch DNA in sich trägt, so wohnt dieser Code auch jedem Unternehmen inne. Jene, die den Code festlegen, ihn programmieren, sind im Business jedoch wir Menschen. Wir sind Co-Kreator eines Bewusstseinsfeldes, jenes des Unternehmens und legen so bereits bei der Gründung die wesentlichen Weichen für Erfolg wie Misserfolg.

Entschlüsseln der Business-DNA endlich definiert: Mit deiner Unternehmensvision und -mission abheben

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Warum eine Mission? Leadership in Krisenzeiten

Es gibt einen globalen Bedarf an Veränderung im Leadership. Unabhängig ob du ein Land ein Unternehmen oder eine Familie führst. Management-Werkzeuge funktionieren nicht mehr, geglaubte Gesetze scheinen nicht mehr existent und gut eingebürgerte Dynamiken stellen sich plötzlich ganz anders dar. Gerne teilen wir 4 Verhaltensmuster, die unserer Wahrnehmung nach in starkem Wandel begriffen sind:

1. Anhaften an Zielen

Die Welt dreht sich in einer Geschwindigkeit, in der es uns Führungskräfte durchaus schwindelig werden kann. Konnte man vor wenigen Jahren noch Ziele zumindest längerfristig definieren und deren Erreichung „abarbeiten“, so fragil scheinen diese heute zu sein. Das einzige was zählt ist, wie flexibel und adaptiv gestalte ich meine Ziele ohne dabei das große Ziel, die Bestimmung des Unternehmens, oder um im Managementjargon zu bleiben, dass Mission Statement, aus den Augen zu verlieren.

2. Vergleich am Wettbewerb

Ebenso dies funktioniert nur mehr sehr bedingt und keinesfalls langfristig. Sobald ich mich oder mein Business vergleiche um besser zu sein als der andere oder gar zu kopieren, geht das was produziert wird nicht nur sprichwörtlich in die Hose. Vergleich kann nur mehr der Inspiration dienen um das was einen einzigartig macht, zu perfektionieren.

3. Kontrolle

Viele Leader*innen sehnen sich nach Kontrolle. Aber das Warum sie kontrollieren verändert sich gerade. Die klassische Motivation der Macht ist zwar noch stark vorhanden, jedoch schleicht sich gerade eher Verzweiflung bei Führungskräften darüber ein, dass zumindest ein paar Wochen Gültigkeit hat, was ich sage oder plane und quasi mich nicht ständig ändern muss. Sorry! Wir gehen davon aus, dass das nicht nur so bleiben, sich sogar noch intensivieren, wird. Der Spruch „Veränderung ist die einzige Konstante“ scheint mit Rasanz auf seinen Zenit zuzulaufen.

4. Lob und Bestrafung

Ein Klassiker der Führungstechniken, dem man zwar schon länger als Auslaufmodell bezeichnet hat, doch noch immer Ansehen und Präsenz erlebt, scheint nun tatsächlich schwächer zu werden. Menschen wollen nicht mehr mit sich spielen lassen und sich von Führungskräften in ihre Kindheit zurückversetzen lassen, wo dies bei vielen gelebter Alltag war.

Die Businesswelt scheint nicht nur instabil, sie ist es in hohem Grade bereits. Woran dürfen oder können wir uns dann noch festhalten? Auf den Mensch bezogen würden wir hier Antworten, daran was du innerlich in dir als deine höchste Wahrheit erkennst. Doch wir sprechen nun über Unternehmen, was also hier?

Auch Unternehmen tragen eine Wahrheit in sich, eine Programmierung, die Bestand hat und uns leiten kann, wenn wir sie entschlüsselt haben. Die Business-DNA.

Führung die immer Bestand hat: Die Business DNA

Die DNA des Menschen ist ein Bündel an Informationen die benötigt wird um Leben zu erschaffen. Die DNA ist jener Code, der dir deine Besonderheit schenkt, dich als Mensch absolut einzigartig macht.

So wie jeder Mensch diesen Code in sich trägt, so wohnt er auch jedem Unternehmen inne. Jene, die den Code festlegen, ihn programmieren, sind hier jedoch wir Menschen. Wir als Gründer*innen werden im Gründungsakt zum Co-Kreator eines Bewusstseinsfeldes, jenes des Unternehmens. Es ist etwas Großes, ein Unternehmen zu erschaffen, das darf uns bewusst sein und vor allem bleiben, um diese demütig und dankbar zu führen.

Mit der Gründung des Unternehmens folgt man im besten Falle seiner Bestimmung als Mensch und dieser Ausdruck wird dann der Organisation als Mission in die Wiege gelegt und findet im Mission-Statement seine Verankerung. Dort bleibt sie auch und verändert sich im Kern eher selten, in seiner Ausprägung, der Vision, jedoch durchaus öfter.

Dies ist also jener Teil der uns Führungskräften Halt gibt, der eigentlich führt. Unser Job als Leader*in ist lediglich uns selbst und alle mit dem Unternehmen verbundene Menschen permanent daran zu erinnern. Sofort wird der Druck in uns weniger werden, denn wir müssen das Schiff nicht mehr navigieren, sondern nur noch steuern. Danke.

Endlich Orientierung in der Führung

Lasst uns hier einmal kurz die Logikkette veranschaulichen.

Das Kennen und Leben der Unternehmensmission lässt dich Klarheit erfahren, was du tun sollst. Dies schenkt dir Fokus im unternehmerischen Alltag und diesen Fokus darfst du an alle weitergeben, die am Gelingen dieses Auftrags beitragen. Was es hier braucht ist Kontinuität! Du darfst dich hier wirklich in Geduld üben und Beharrlichkeit an den Tag legen. Tust du das, wird sich diese Bestimmung automatisch manifestieren und als Erfolg verbucht.

Zeit als Faktor ist hier also wesentlich. Geduld ist milde ausgedrückt nicht unbedingt eine Stärke der Businesswelt und von Führungskräften und Eigentümern, sorry. Sollte sie aber sein, wenn man tatsächlichen und langfristigen Erfolg auf vielen Ebenen erreichen möchte. Nicht nur auf der Materiellen.

DER erfolgsentscheidende Moment: Die Gründung

Wie oben beschrieben, dürfen wir als Menschen in Organisationen unserer menschlichen Bestimmung Ausdruck verleihen und die Kraft, den Nutzen, die Schönheit daraus vielen zur Verfügung stellen. Wir schenken Sinn!
 
Wir gründen zwar oftmals alleine ein Unternehmen, doch sind immer viele davon direkt und indirekt betroffen. Vor allem Partner*innen und Mitarbeiter*innen. So wird aus einer individuellen Mission eine Kollektive. Viele Menschen arbeiten am Gelingen des Unternehmensauftrages mit. Es entsteht ein gemeinsames Anliegen das verbindet!
 
Daraus erschließt sich auch die Wichtigkeit dieses Moments der Gründung und welche die motivierende Kraft war. Entspringt die Motivation meinem innersten Kern, wird ein hoher Grad an Emotionalität als Treibstoff für den Erfolg des Unternehmens zur Verfügung stehen. Beispiele hierfür können sein:
• Es nützt auch anderen.
• Ich liebe es.
• Ich kann daran als Mensch wachsen.
 
Entspringt es dem Ego, also eigentlich extrinsisch motiviert, könnten mich folgende Sätze bewogen haben:
• Da kann ich maximal verdienen.
• Ich bin besser als mein Vater, ich beweise es ihm.
• Meine Freunde machen´s auch.
 
Solche Sätze lassen mich das Unternehmen auf Sand bauen und erschweren es mir in Fahrt zu kommen und nachhaltig erfolgreich zu sein. Warum? Hier wirkt stark das Gesetz des Anfangs, welches besagt:
 
„So wie etwas beginnt, setzt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit fort.“
 
Also so, wie beispielsweise ein Projekt oder eine Beziehung beginnen, wie ich sie programmiere, setzen sich diese mit großer Kraft und hoher Wahrscheinlichkeit fort. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht umkehrbar ist. Aber eben aufwändiger. Nimm dir also bitte Zeit, wenn du gründest und erforsche deine Motivation. Darauf sollte dein absoluter Fokus liegen. Der Rest ist eine Resultierende. Wenn egozentrische Gründe überwiegen, lass es lieber und warte noch ein wenig. 
 

Beispiele für die Unternehmensmission

Ein wesentliches Merkmal der Bestimmung ist, dass sie sehr knapp bemessen ist und deshalb Weite schenkt. Meist sind es sogar nur 2 Wörter die man dann gezielt ausbauen kann.
• Lebewesen schützen
• Fülle ermöglichen
• Natur beobachten
• Menschen beheimaten
• Lebewesen nähren
• Distanzen überwinden
• Menschen bewegen
• uvm.
 
Betrachten wir hier „Menschen bewegen“. Es sind 2 Wörter die bereits Richtung schenken und deshalb auch ausschließend wirken. Zum Beispiel nähren wir sie nicht, oder beheimaten sie. Manchen wird das zu vage und weit sein. Man fügt dann noch sehr vorsichtig weitere Wörter die richtungsweisend sind, hinzu, um klarer und spitzer zu werden. Zum Beispiel kann ich Menschen lautlos oder schnell oder sicher bewegen. Und schon habe ich noch mehr Orientierung.
„Menschen schnell bewegen.“
 Dieser Bestimmung kann nun durch mannigfaltige Ausprägungen Leben eingehaucht werden. Zum Beispiel als Sportwagen- oder High Speed Train-Hersteller. Ich kann aber Menschen auch schnell bewegen, indem ich Clips oder Kurzfilme erstelle, die Menschen emotional bewegen, also innerlich. Siehst du wie weite Kreise diese Mission ziehen kann? Deshalb ist hier kürzer besser. Auch aus einem weiteren Grund, auf welchen wir gleich eingehen werden.
 
Deshalb ist es zielführend, den Grundauftrag auch in eine Vision überzuleiten

Unternehmensvision

Die Vision geht dann wesentlich stärker auf das Was ein. Mit ihr kreiert man das Langfrist-Ziel und gibt ihm über ein inneres Bild, welches man dann in Worten oder tatsächlichen Bildern beschreibt, Ausdruck. Wir teilen hier gerne als Beispiel Ted. Nur ein paar Zeilen weiter wirst du dann die Bestimmung in Form des Mission Statements lesen und erkennen wie diese nicht nur zusammen hängen, sondern sich vielmehr diese Vision aus der Mission herausschält.

„TED ist eine globale Gemeinschaft, die Menschen aus allen Disziplinen und Kulturen willkommen heißt, die ein tieferes Verständnis der Welt anstreben. Wir glauben leidenschaftlich an die Kraft von Ideen, die Einstellungen, Leben und letztlich die Welt verändern können. Auf TED.com bauen wir ein Clearinghouse für kostenloses Wissen der inspirierendsten Denker der Welt auf – und eine Gemeinschaft neugieriger Seelen, die sich sowohl online als auch bei TED- und TEDx-Veranstaltungen auf der ganzen Welt das ganze Jahr über mit Ideen und untereinander austauschen können.“

Wichtig zu verstehen ist, dass Missionen maßgeblich wertfrei formuliert sind. Den Nutzen oder Wert bringt idealerweise erst die Vision ins Spiel.

2 Beispiele exzellenter Bestimmungen

1. Ted

Nehmen wir jene von Ted, die einzigartige Perspektiven auf Themen von Spezialisten in kurzen Vorträgen filmen und der Welt über das Internet oder auch live zugänglich machen. Ihr Mission Statement absolut am Punkt:

„SPREAD IDEAS“

2. Google

Wir wollen hier noch eine sehr konkrete und trotzdem zeitlose Mission teilen, jene von Google:

„DIE INFORMATIONEN DIESER WELT ORGANISIEREN UND ALLGEMEIN ZUGÄNGLICH UND NUTZBAR MACHEN.“

Wow, good job! Und vor allem spürt man in den Leistungen des Unternehmens, dass sie diesem Statement treu ergeben sind.

Warum wir eine Unternehmensmission niemals formulieren können

Die Bestimmung oder Mission ist etwas Gegebenes. Lassen wir uns also nicht von Menschen weismachen, diese erfinden oder einfach formulieren zu können. Wir können sie immer nur wiederentdecken. Sie wurde einmal „programmiert“ und eine Änderung ist eher unwahrscheinlich, die Visionen und Ziele daraus unterliegen jedoch Veränderungen und passen sich im Zeitverlauf durchaus an die Menschen des Unternehmens sowie an die äußeren Rahmenbedingungen an.

Achtet also besonders darauf, was ihr über eure Kommunikationskanäle verbreitet. Unsere Erfahrung ist eher, dass das was auf Webseiten unter den Rubriken Leitbild, Mission, Vision geteilt wird, selten den Kern trifft, sondern vielmals lediglich Verkaufsargumente liefern.

So täuscht man jedoch nicht nur die Außenwelt, sondern in erster Linie sich selbst als Führungskraft und seine Mitarbeiter*innen. Eine zielsichere Wegbewegung vom eigenen Kernwert ist die Folge und darunter leiden Magnetismus wie Erfolg der Marke. Die unternehmerische Entwicklung wird maßgeblich erschwert.

Knackige Tipps zum Entschlüsseln deiner Business-DNA

1. Ist das was wir geben auch das wer wir sind?
  • Diese Frage führt dich zielsicher darauf wo ihr euch entwickeln dürft. 
2. Es geht IMMER ums Erinnern, nie ums Erfinden.
  • Wenn du gründest, erinnere dich wer du bist und ergo was du geben möchtest.
  • Wenn du ein bestehendes Business hast, erinnere permanent dein Umfeld wer ihr seid.
3. Deine Verhaltensweisen sind ausschlaggebend.
  • Wertschätzender Umgang mit deinem Team. Und das Team wird dir automatisch beim Erinnern helfen!
  • Offene Haltung gegenüber allem was kommt. Nutze die Kraft des „Ja“ um Entwicklungschancen zu erkennen und auch nehmen zu können!

Verwirkliche im Team. So nutzt du automatisch die kollektive Intelligenz die jene von Individuen in hohem Maße übersteigt!

FAZIT

Anerkenne, dass es wesentlich ist in guter Verbindung mit der Mission des Unternehmens zu sein. Sie ist die wahre Führungskraft die dich zielsicher leitet und dir Druck nimmt.

In diesem Sinne wünschen wir dir viel Freude beim Erinnern
Kaivalya & Hans

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