GENÜGT ES POSITIVE GEDANKEN ZU DENKEN?

GENÜGT ES POSITIVE GEDANKEN ZU DENKEN?

Kaivalya Hans
Kaivalya Kashyap und Hans Strobl-Aloni teilen Sichtweisen über positives Denken sowie Möglichkeiten dieses zu begünstigen.
VERÖFFENTLICHT AM 23. FEBRUAR 2020

Wir sind unglaublich freudvoll gestimmt, wenn du dich dazu entschließt mehr positive Gedanken einzuladen und dein Leben auf eine Art und Weise verändern möchtest, dass dieser Wunsch begünstigt wird. Doch reicht es tatsächlich „nur“ positiv zu denken?

Wir glauben, es ist ein erster wesentlicher Schritt und wird sofort gute Auswirkungen in deinem Leben sichtbar machen.

  1. Doch zuvor: Wie komme ich dort hin?
  2. Und noch weitergedacht: Passiert dann auch genug Positives?
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Woher kommen Gedanken?

Lasst uns gemeinsam auf die erste Fragestellung blicken. Also, wie komme ich dort hin? Da drängt sich doch berechtigter Weise eine weitere Frage auf: Denke ich oder werde ich gedacht?

Ich bin der, der denkt

Wenn du daran glaubst, dass du der Denker bist, raten wir gut hinzuschauen woher die Gedanken kommen. Sind sie deinem Verstand entsprungen oder deinem Wesenskern?

Ist ersteres der Fall, dann kann es durchaus sein, dass ein kleiner Teil des Verstandes der es versteht sich ziemlich groß zu machen, gehörig mitredet. Das Ego. Ist dies Realität, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch Negatives oder Unwahres produziert wird, rapide. Hast du dich vor deinen Mitarbeitern oder Teamkollegen beispielsweise schon einmal größer dargestellt als du bist, oder bei Erfahrung oder Wissen gemogelt? Hast du schon einmal Mitarbeitern gehörig den Marsch geblasen und im Nachhinein durftest du feststellen, dass es ungerechtfertigt war? Hast du schon einmal Sprüche geklopft und während dir die Worte über die Lippen gekommen sind, die Lüge darin erkannt? Fall du das mit einem Ja beantworten kannst gehe davon aus, dass das Ego durch dich gesprochen hat.

Fällt es uns auf, dass das Ego spricht, dann ist das bereits ein wesentlicher Schritt in eine Positivität. Warum? Weil wir dann etwas dafür tun können, uns auf eine Art und Weise verändern, dass dies weniger vorkommt, vielleicht sogar irgendwann aufhört. Wenn uns unser Verhalten nicht bewusst ist, wie sollen wir es dann ändern? Die Basis für Veränderung ist also Bewusstsein.

Ist zweiteres der Fall, lassen wir also unseren Wesenskern „denken“ (manche sagen auch Herz dazu), dann ist im Prinzip nichts zu tun, außer weiter zu machen. Aus unserem Kern entspringt ausschließlich Wahres, was wiederum zu positiven Gedanken führen wird.

Ich werde gedacht

Falls du daran glaubst, dass du gedacht wirst, dann kannst du folgendes tun um zu mehr positiven Gedanken zu kommen. Verändere deinen „State“ in einen Positiveren.

Wenn wir hier von „State“ schreiben, so meinen wir den eigenen Zustand, der sich in folgende Bereiche teilt:

  • Körperliche Ebene. Hier geht es um deinen physischen Zustand, deine Fitness oder deine Ernährung beispielsweise.
  • Mentale Ebene. Wie und was denkst du?
  • Emotionale Ebene. Welche Bewegungen auf der Gefühlsebene finden in dir statt. Wie stabil oder labil bist du?
  • Kern. Inwieweit lässt du dein Innerstes durch dich wirken? Wie ent-wickelt ist dein Bewusstsein?

Eine einfache und treffsichere Regel: Je besser dein State, desto mehr erlaubst du dir mit Positivität und somit auch positiven Gedanken gefüttert zu werden. Der nachhaltige Weg ist jener vom Kern nach außen. Heutzutage schenken wir leider nur allzu oft den äußeren Schichten Be-Achtung. Die Entwicklung ist dem entsprechend träge und manchmal gar nur ein Kreislauf der sich nicht in eine Entwicklungsspirale verändert.

Dies lässt sich auch logisch und sehr einfach erklären. Lasse ich meinen Kern besser durch mich wirken, dann müssen weniger emotionale Blockaden entstehen (ich bin resistenter gegen emotionale Verletzungen), somit hat die mentale Ebene weniger Futter (weniger Triggerflächen, weniger Kopfkino, weniger Überforderung…) und auch der Körper muss in geringerem Maße hinweisen (psychosomatische Symptome).
Auf den Punkt gebracht: Du bist positiver!

Welche Bilder in meinem Kopf nähre ich?

Wo ist mein gedanklicher Fokus?
Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Es ist so einfach! Konzentriere ich mich im Leben auf Positives, trainiere ich mich auch eher Positives wahrzunehmen, Positives zu denken und im besten Falle auch positiv zu handeln. Lasse ich mich vom Mainstream mitreißen, der leider oftmals negativer denkt, werde ich auch dies in meine Gedankenwelt, meine inneren Bilder und somit mein Leben, einladen. Damit haben wir Menschen ein mächtiges Instrument, das uns in jedem Augenblick zur Verfügung steht und unsere Kraft lenken kann.

Du kannst dies grundsätzlich zweierlei nutzen:

  1. Du lenkst dich ab
    Wehen die negativen Gedankenstürme stark und du siehst gerade keinen anderen Ausweg, so kann es Abhilfe schaffen sich tatsächlich abzulenken. Also beispielsweise ein Gespräch über ein anderes – im besten Falle sogar positives – Thema zu beginnen. Dies wird meist kurzfristig eine Verbesserung bewirken. Bitte sei dir jedoch bewusst, dass es an der Wurzel des Problems nichts ändern wird.
  2. Bewusste Transformation
    Bist du dann wieder positiver gesinnt und möchtest den Stier an den Hörnern packen? Gut. Denn das ist die nachhaltige Lösung für eine Transformation deines gesamten „Systems“ in Richtung Positivität.

Sch-Öpfer anstatt Opfer

Bitte sei dir dessen stets gewahr. Es ist immer deine persönliche Entscheidung wem oder was du in einer herausfordernden Situation die Kraft gibst. DU hast die Macht darüber. Wir erwähnen dies in so klaren Worten, da wir in beengenden oder unangenehmen Momenten dazu neigen können, in eine Opferrolle zu schlüpfen. Machen wir das, sagen wir innerlich: Ich kann ohnehin nichts dafür tun.

Im Außen mag dies manchmal auch stimmen. Schwenken wir die Perspektive jedoch in unser Inneres, so dürfen wir erkennen und vor allem anerkennen, dass wir Kreator unseres Lebens sind. Du bist der Architekt deines Lebens. Sonst niemand. Klingt das hart? Vielleicht. Es ist zugleich aber auch wunderbar, da wir mit solcher Kraft ausgestattet sind alles in unserem Leben auf eine Art und Weise zu verändern, dass es für uns und andere richtig, oft sogar gut, ist.

Tipp: Sieh jede Situation als Münze!

Mag es auch noch so schlimm erscheinen, ausnahmslos jede Situation hat ebenso etwas Positives. Unsere Welt ist polar gebaut, hat also immer zwei Seiten. Diese Bauweise können wir uns in dem Sinne zunutze machen, dass wir beginnen uns darauf zu trainieren auch das Positive in vermeintlich negativen Situationen zu sehen. Und bitte höre erst dann auf, wenn du es – sei es auch noch so klein – gefunden hast. So gewöhnst du dich schrittweise daran, positiver zu werden und wirken.

Ein Beispiel aus dem Business:
Die Konjunktur schaut nicht sehr rosig aus, du spürst dies bereits an der Auftragslage. Langsam macht sich ein ungutes Gefühl in der Magengegend breit und du weißt, du musst langsam beginnen etwas zu verändern. Dieses Gefühl ist zwar unangenehm, macht dich im gleichen Atemzug jedoch auch handlungsbereiter. Du beginnst nach Lösungen zu suchen um ausgleichend zu wirken und erkennst, dass es an der Zeit ist vor dir her geschobene Effizienz-Projekte umzusetzen. Jetzt auch gut argumentierbar, es ist ja schon notwendig!

So kann eine im ersten Augenblick herausfordernde Situation Veränderungen begünstigen, die ohnehin bereits lange notwendig gewesen wären. Zugegeben. Das ist in diesem Falle nicht die Idealsituation, da bereits früher gehandelt hätte werden können, jedoch trotzdem „besser etwas später als nie“.

Versuche bitte gerne folgendes. Beginne jede herausfordernde Situation als Münze zu sehen! Erlaube dir, sogar in negativen Gegebenheiten die Schönheit zu erkennen. Du wirst IMMER fündig werden, wenn du nur lange und tief genug suchst, beziehungsweise das Betrachtungsfeld auch auf andere Menschen ausweitest und Entwicklungen auch in die Zukunft projizierst, also welche positiven Auswirkungen wird die heutige Situation künftig haben.

Mache dies bitte jedoch nicht umgekehrt. Beginne also nicht das Negative in guten Situationen zu suchen. Dies hat maßgeblich zwei Gründe:

  1. Es herrscht global ein Übermaß an Negativität. Dieses müssen wir nicht weiter speisen.
  2. Es lässt dich als Mensch langfristig nicht wachsen. Nachhaltige Potenzialentfaltung fußt auf Positivität.

WICHTIG: Wir meinen hier nicht das Negative auszublenden. Im Gegenteil, es darf, muss sogar, anerkannt werden, damit wir uns davon befreien können. Denn, alles was wir ablehnen kommt in unser Leben, eben genau um uns damit ausheilen zu können, ganz zu werden. Wenn du also beispielsweise immer genau jene Mitarbeiter bekommst, die dich in gleichem Maße wie deine Mutter triggern. Hallo Mama! Genau da darfst du dann in Wirklichkeit hinschauen. Aber um das Negative kümmern wir uns dann, wenn es da ist und kreieren es nicht bewusst. Denn wie weiter oben beschrieben: Dort wo die Aufmerksamkeit ist, ist die Energie.

Deine Sichtweise als Leader hat Einfluss auf viele

Wenn wir hier von Verantwortung sprechen dürfen, möchten wir folgendes für dich anführen. Als Führungskraft schauen Menschen auf dich, sie hören dir zu und sie orientieren sich auch an dir. Unabhängig davon ob du Negativität oder Positivität versprühst. Möchtest du ein Unternehmensfeld kreieren, welches als Nährboden für Erfolg auf vielen Ebenen und für viele bedeutet, so beginne damit ein positives Feld zu kreieren. Und, SURPRISE: Die Reise beginnt bei dir. Aufgrund deiner Position genießt du hohe Strahlkraft. Denke also im ersten Schritt positiver, halte positiven Fokus.

Maß und Ziel

Es gibt Menschen in deinem Umfeld die positiv gepolt sind und welche, die vielleicht sogar übertrieben positiv sind. Nerven sie dich? Dann bitte JETZT ganz genau lesen. Du kannst lernen oder ihnen helfen!

Die Positiven

Das sind jene Menschen, die die Gabe haben – oder sich angeeignet haben – das Positive zu erkennen. Sie wirken befreiter und das sind sie auch. Warum? Sie lassen sich weniger schnell von weniger gut gelaunten Menschen anstecken und finden auch schneller wieder in ihre Ruhe und Grundhaltung zurück, wenn es ihnen einmal weniger gut geht. Sie anerkennen auch Negativität im Leben. Von denen können wir besonders viel lernen. Triggern sie uns, dann erst recht Kontakt zu diesen pflegen. Ihre Energie kann uns nähren und schrittweise lernen wir wie es geht.

Die Super-Positiven

Diese Menschen können ihre Mitmenschen durchaus manchmal etwas nerven. Man merkt, dass sie oftmals nicht authentisch agieren, manchmal kann es sogar in eine verkrampfte Positivität schwenken. ALLES ist einfach positiv und sie möchten auch dich davon überzeugen! Dies ist ein Indikator für eine ungeheilte Beziehung zu Positivität und Negativität. Der Gegenpol findet keine bis wenig Anerkennung , was dann paradoxer Weise in einem besonders ausgeprägten Magnetismus für eben genau denjenigen mündet. Dieser Zugang ist also auch ein sicherer Weg Negativität anzuziehen. Autsch. Diesen Menschen dürfen wir Orientierung schenken, in dem wir ihren grundsätzlichen Zugang ehren positiv sein zu wollen. Wir bereichern ihre Sichtweise jedoch um die Negativität, ohne die Positivität zu schmälern. Danke dir!

Genügt es positiv zu denken?

Wie eingangs erwähnt, es ist ein fantastischer erster Schritt. Gerade in Unternehmen ist es jedoch an uns nicht nur zu denken, sondern vor allem zu handeln. Produkte wollen erzeugt werden, sie möchten ihren Dienst an den Kunden vollbringen und auch Geld muss zurückfließen. Alles mündet also in Taten. Taten sind die Grundlage für wahre Veränderung in der Welt, all die innere Vorbereitung findet ihre Vollendung indem was wir tun und noch mehr wie wir es tun.

Ist es also genug positiv zu denken? Sagen wir: Nicht ganz 😉

Erst wenn wir unsere Handlungen mit Freude durchführen, unseren Mitarbeitern klar und empathisch begegnen, dann wird der gedanklich positive Samen auch durch unsere Taten zu einer Pflanze, von deren Früchte wir dann in Folge genährt werden. Und das Ganze: Nachhaltig!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

TIPP von Hans´ Schwiegervater

Als ich an diesem Artikel schreiben durfte machte ich Pause.
Mein Schwiegervater war zu Besuch und wir tranken gemeinsam Kaffee.
Er wusste nicht woran ich arbeite und sagte plötzlich:

Genau! Danke lieber Nir.

Euch viel Positivität
Kaivalya und Hans

Was denkst du darüber?

IATL-logo_x2
International Academy of Transformative Leadership

Wir sind eine Internationale Business Akademie und führen dich und dein Business zu mehr Wachstum durch tiefgreifende Veränderungen aus dem Herzen.

Aktuelle Beiträge
Mehr auf Youtube
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Inhaltsverzeichnis zu
GENÜGT ES POSITIVE GEDANKEN ZU DENKEN?
    Add a header to begin generating the table of contents

    Get In touch

    Nach oben scrollen

    Bleibe informiert!

    Bitte fülle deine Daten aus und bleibe informiert :)