TOP 3 DER MARKANTESTEN BURNOUT SYMPTOME

TOP 3 DER MARKANTESTEN BURNOUT SYMPTOME

Hans Strobl-Aloni

Der aus Österreich stammende IATL Mitbegründer & Businesstrainer Hans Strobl-Aloni teilt auffällige Entwicklungen und Symptome bei Burnout Tendenzen aus eigener Erfahrung.

Veröffentlicht am 22. Jänner 2020

Eine Flamme erlischt

Das englische Wort Burnout verschleiert für uns muttersprachlich Deutsch kommunizierende Menschen ein klein wenig worum es wirklich geht. Burnout definiert sich wortwörtlich mit ausbrennen. An dieser Stelle ist natürlich die Frage berechtigt was hier ausbrennt?

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Der Mensch als Antwort ist sicherlich zu breit gefasst. Wir dürfen nach innen blicken, unsere Aufmerksamkeit auf den Kern des Menschen richten. Dort stoßen wir auf dessen Seele, in welcher Potenzial wie Bestimmung gespeichert sind und die dazu gehörige Lebensflamme in unserem Herzen. Um diese geht es, unsere Lebensflamme. Hören wir zu lange zu stark auf unseren Verstand anstatt auf unser Herz, beginnt diese Flamme kleiner zu werden. Vielleicht sogar noch wild zu flackern, als Weck- und Warnruf. Wir missinterpretieren dies unter Umständen gar noch als positives Signal des Herzens, dass es jetzt wieder aufwärts geht. In Wahrheit kämpft die Flamme darum nicht zu erlöschen und uns weiter Licht (Orientierung) und Wärme (Liebe) zu schenken. Und sie ist stark, unglaublich stark und liebevoll zugleich. Werden Signale zu lange ignoriert und der Mensch arbeitet weiter gegen seine Bestimmung, kommt es zum – wie es Ruediger Dahlke treffend beschreibt – Seeleninfarkt.

Ein erstes Anzeichen: "Ohne mich geht´s nicht!"

Ich persönlich durfte je nach Betrachtungsweise oder Definition zwei Burnouts hintereinander, oder ein Burnout in zwei Wellen, erleben. Eine kleine Geschichte die sich die letzten 1-2 Jahre vor dem Hoch der Krankheit zugetragen hat, handelt über meine E-Mail Signatur. Einem Satz der da eingebunden war, eigentlich sogar nur ein Statement. Ich hatte noch immer „I love my job“ unten dran stehen, der schon lange nicht mehr stimmte. Ich wollte es der Welt und mir selbst (eigentlich meinem Ich) jedoch noch immer beweisen, stark sein, über den Dingen stehen. In Wirklichkeit war es wenige Minuten vor 12 und ich spürte innerlich seit Jahren, dass es eigentlich an der Zeit wäre weiter zu gehen. Doch aus vielerlei Gründen wie überzogenem Verantwortungsbewusstsein, Angst davor Menschen „im Stich zu lassen“ (Anmerkung: Eigentlich war es anmaßend von mir und in Wirklichkeit verbarg sich folgender innere Satz dahinter: Ohne mich geht´s nicht!), innere Hürden die Wahrheit offen zu kommunizieren, mich selbst auch als wirklich wichtig anzusehen und zu erkennen, tat ich nur mehr wenig Beherztes. Und ich blieb. Und ich funktionierte mehr oder weniger gut für die Sache in der ich keinen Sinn mehr entdeckte. Auch wenn ich noch so genau suchte.

In diesem kurzen Ausflug in meine Vergangenheit finden wir bereits einige Hinweise auf Symptome für ein Burnout. Aber nun im Detail.

Die drei markantesten Burnout Symptome

Burnout ist tricky. Es ist nicht plötzlich da. Sie ist eine liebevolle Krankheit, die sich über Jahre anbahnt und uns über unzählige Zeichen, Menschen, Gedanken und gar körperliche Symptome den Weg zurück zu uns zeigen möchte. Will man es ein wenig spitz ausdrücken, könnte man sogar sagen: Burnout kommt als Freund. Er hat nur eines zum Ziel, dich zurück zu deinem Herzensweg zu leiten. Wie macht dieser Freund das? Über welche drei Symptome spricht er maßgeblich zu uns:

Concept of mind control. Image

1.
Kopfgesteuert

Alles beginnt hier im Kopf. Im Übermut oder Übereifer sich beweisen zu wollen. Es der Welt zu zeigen, sie gar erobern zu wollen. Man leistet im Übermaß und findet es gut, auch die Chefs! Man lebt Konkurrenz, vergleicht und bewertet in hohem Maße oder sucht schlicht und einfach Anerkennung. Das Problem hier ist nicht die Leistung an sich, sondern deren Ursprung. Will man leisten, ist diese Leistung gespeist vom Verstand. Passiert dies hin und wieder ist das normal und stellt kein großes Problem dar. Ist es jedoch lebensweisend und geschieht in Bereichen die viel Raum, Zeit und Energie in unserem Leben einnehmen, wie beispielsweise unserer Arbeit, dann kann es zu einer Herausforderung werden. Manchmal sogar zu einem Problem. Leisten kann und wird man auch bei einem Herzensprojekt, jedoch ist die Quelle eine, die uns zwar an unsere Grenzen bringt und auch liebevoll darüber. Das Ziel ist jedoch ein gänzlich anderes, nämlich als Mensch zu wachsen. Und das gibt uns letztlich ein gutes Gefühl und nützt vielen.

Attractive woman with book

2.
Funktionieren

Ein gefährlicheres Anzeichen für Burnout ist es dann schon, wenn wir ins Funktionieren kommen. Wir sind dann bereits stärker von jemandem oder etwas im außen gesteuert als von innen. Wir erledigen Dinge dann nicht mehr maßgeblich aus einer Freude heraus, sondern arbeiten sie dauerhaft einfach ab. Dies bringt einen neuen Arbeitskollegen an unsere Seite, den man lieber nicht permanent in seinem Umfeld wissen möchte. Negativität. Bleibt der Kollege länger, bekommt er richtig Kraft im Leben. Warum? Da das Gesetz der Anziehung seine Kraft so richtig entfalten kann. Denken und fühlen wir maßgeblich negativ – und das ist eine Begleiterscheinung des Funktionierens – ziehen wir mehr von demselben an. Also noch mehr Negativität. Ein Teufelskreis beginnt der in Interessenlosigkeit, sprich Lethargie, münden kann. Wir verstecken uns dann mehr und mehr und lassen uns beispielsweise auch medientechnisch berieseln und beginnen Menschen vermehrt zu meiden.

Mann mit Kopfschmerzen

3.
Überforderung

Und da sind wir dann auch schon beim dritten markanten Burnout-Symptom, welches auch ein Resultat aus den Punkten 1 und 2 ist: Überforderung! Diese entsteht dann, wenn ich glaube vieles alleine machen zu wollen („ich muss besser sein“) oder zu müssen („nur ich kann das“, oder aber „ich bin ja allein“). Genauer gesagt, wenn ich angenommene Erwartungshaltungen im außen oder innen mit meinen subjektiv wahrgenommenen Ressourcen, glaube, nicht erfüllen zu können. Diese Differenz wird als Überforderung wahrgenommen. Das Verblüffende: Meistens spielt sich das alles ausschließlich im Kopf ab, ist also „nur“ konstruierte Realität und entspricht nicht der Wahrheit. Da liegt auch die Schönheit. Da es selbst konstruiert ist, ist es ebenso selbst wieder umkehrbar. Doch dazu etwas später mehr. In diesem Stadium hat man sich bereits von seinen Mitmenschen so stark innerlich entfernt, dass man immer mehr und länger das Gefühl hat auf sich selbst gestellt zu sein, was wiederum als Treiber für die drei zuvor genannten Glaubenssätze fungiert. Und der Teufelskreis von oben wandelt sich mehr und mehr in eine Negativspirale nach unten und bringt dann meist auch schon mehr oder weniger schwerwiegende mentale und körperliche Erschöpfungserscheinungen mit sich. Ich habe dies damals beispielsweise mit übertriebenem Koffeinkonsum zu kompensieren versucht. Da kann ich mich leider noch gut erinnern. Gegipfelt hat es dann an einem Branchengipfel für die Baubranche. Meine damalige Firma hat sich richtig was kosten lassen um mir diese Reise, mit dem Ziel neue Kunden zu akquirieren, zu ermöglichen. Nach mental bereits irrsinnig anstrengender Anreise mit dem Auto, habe ich mich in das Hotelzimmer geschleppt und bin samt Anzug ins Bett gefallen und war stundenlang bewegungsunfähig. Der Körper versagte mir jegliche Bewegung im außen und zeigte nach innen. Eigentlich schrie er bereits: „Schau doch endlich nach innen Hans!“. Das wollte oder konnte ich damals nicht hören und knipste den Fernseher an.

Warum ist die Zahl an Betroffenen rasant am Steigen?

Wir haben uns negative Umfeldbedingungen kreiert, die Burnout stärken. Wie eingangs beschrieben beginnt es in uns. Prägungen und Neigungen führen uns in ein Übermaß an Leistung die ihren Ursprung im Kopf hat. Natürlich gibt es aber auch im außen Einflussfaktoren, denen wir in dem Sinne mehr Achtsamkeit schenken dürfen, als dass wir sie liebevoll, wo es möglich ist, in unser Leben einladen.

Wie kann man frühes Burnout behandeln oder vorbeugen?

 
Ein paar wenige, doch wichtige, Beispiele: 
  • Atmen reiner Luft
  • Vermehrtes Trinken von natürlichem Wasser
  • Sich mehr und mehr mit positiven Menschen umgeben
  • Ruhigeres Umfeld
  • Regionale, hochwertige Nahrung bevorzugen
  • Strahlungsarme Umgebungen bevorzugen oder schaffen
  • Zeit bewusst in der Natur verbringen
  • Entspanntere Lebensbedingungen kreieren und Arbeitsweisen antrainieren
  • Umfelder bevorzugen die Sharing, Zuhören und ein liebevolles, wohlwollendes Miteinander fördern 

Solch ein Milieu wirkt stark begünstigend auf dem Weg aus dem Burnout oder machen es den Krankheitssymptomen wesentlich schwieriger sich zu manifestieren. Eine bewusste Lebensweise ist die beste Behandlung, denn sie hält unser energetisches wie körperliches Immunsystem resistent oder aber baut diese wieder auf. Dies dürfen wir uns permanent vor Augen führen und dem entsprechend handeln.

sunset-meditation-man

Gibt es (Er)Lösung?

Ja.
Wie weiter oben bereits eingeleitet, als ich über Burnout als Freund schrieb, der uns liebevoll und geduldig immer wieder den Weg in unsere Mitte, zu unserem Herzen, zeigt. Indem wir das Herz und somit unsere Seele als die Quelle anerkennen und vor den Verstand stellen, beginnen wir wieder langsam die Herzensstimme vermehrt zu vernehmen. Im besten Falle folgen wir dieser dann auch, zumindest hin und wieder. Auch hier gilt, liebevoll und geduldig diesen Weg zu gehen. Sanft einen Schritt vor den anderen zu setzen. Dabei besonders wichtig: Ihn nicht alleine zu gehen, sondern zusammen mit anderen! Dazu bedarf es einer Portion Liebe, genauer gesagt Selbst-Liebe (Seele). Im Gegensatz zur Ich-Liebe (Ego), die uns ja in diese Misere gebracht hat. Diese Selbstliebe ist die nachhaltigste Behandlung und der Brennstoff für unsere Lebensflamme. Sie bringt uns wieder in Verbundenheit mit unserem Umfeld und lässt das Seelenfeuer kräftig lodern.

wer ist betroffen?

War Burnout früher meist nur in der Arbeitswelt zu finden, so sind heutzutage alle Schichten betroffen. Mehr Frauen als Männer, sogar Kinder und Jugendliche halten dem Druck von außen, und dem durch neue Medien aus der inneren Verbindung gezogen werden, nicht mehr stand. Aber doch ist es noch so, dass Berufstätige die Hauptgruppe darstellen. So hat sich die Zahl an Arbeitsunfähigkeitsfällen aufgrund von Burnout in Deutschland innerhalb von 10 Jahren mehr als verdoppelt (AOK, Deutsche Gesundheitskasse). Sieht man vom menschlichen Leid kurz ab und legt den Fokus auf die Wirtschaft, so ist der unternehmerische und volkswirtschaftliche Schaden laut einer Studie der Johannes Kepler Universität Linz enorm.

  • Die Kosten bei Früherkennung sind noch mit durchschnittlich € 2.000,- überschaubar.
  • Nimmt man die Erkrankung zeitversetzt wahr, rechnet man mit € 15.000,-.
  • Bei der sogenannten Späterkennung schnellen die Kosten auf € 110.000,- pro Person hoch.

Bitte lasst uns also aufeinander achtgeben und es aus vielerlei Gründen nicht soweit kommen.

Eine konkrete Übung für deine Herzensverbindung

Ich empfehle dir, dich in Dankbarkeit zu üben. Täglich. Lasse es zu einer wunderbaren Gewohnheit werden, dich am Abend direkt vor dem Einschlafen zu bedanken. Gehe noch einmal gedanklich durch deinen Tag. Durch Situationen, durch Begegnungen und Erlebnisse. Bedanke dich für das Gute, das dir wiederfahren ist. Dafür, was du lernen durftest, bei den Menschen die dir ein Lächeln geschenkt haben. Schlafe mit diesem Gefühl ein und es wird bis zum Morgen wirken. Beim Aufwachen erinnere dich wieder liebevoll daran dankbar dafür zu sein, heute wieder Erfahrungen sammeln zu dürfen.

Diese kleine Übung wird dich bereits nach wenigen Wochen auf eine Art und Weise verändern, die dich mehr du selbst werden lässt. Gefühlte Dankbarkeit verbindet dich sofort mit deinem Herzen und lässt dich diese Verbindung mehr und mehr intensivieren.

FAZIT

Burnout ist eine weit verbreitete Erscheinung, die grundsätzlich als Freund in unser Leben tritt. Dieser Freund weist uns darauf hin, wieder weniger auf unseren Verstand zu hören und unserer Herzensstimme mehr Be-Achtung zu schenken. Es ist eine schleichende Entwicklung und zeigt sich auch in Symptomen die heute leider bereits als „normal“ gelten. Das macht es auch schwieriger sie frühzeitig zu erkennen. Umso wichtiger ist gegenwärtig die Verbindung zu sich selbst, als auch zu unseren Mitmenschen nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern zu intensivieren. Dies ist der beste Schutz vor Burnout. Für einen selbst und für andere.

Also, lasst uns wieder gemeinsam durch ́s Leben gehen!

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