3 effektive Möglichkeiten Akzeptanz im Business zu leben

3 effektive Möglichkeiten Akzeptanz im Business zu leben

Kaivalya Kashyap, Sabina Müller und Hans Strobl-Aloni teilen Sichtweisen über den Weg von Ignoranz zu Akzeptanz im Business.
Veröffentlicht am 01. März 2020

Als Unternehmer*innen sehen wir uns des Öfteren mit Situationen konfrontiert, in denen in uns ein Gefühl des Unbehagens hochkommt und wir uns fragen warum das so ist und wie wir uns von diesem – im besten Falle dauerhaft – befreien können. Manchmal entspringen diese Gefühle einem Mangel an Akzeptanz in uns. Einem Menschen, einem Ding, einer Situation gegenüber.

Wie ist Akzeptanz definiert?

In diesem Beitrag blicken wir also auf den Themenkreis Akzeptanz und wie wir mehr davon in unseren beruflichen Alltag einladen, um letztlich besser performen zu können, in dem wir unsere Beziehungen verbessern. Und ihr kennt uns nun schon ein wenig: Ja, wir beginnen bei uns selbst. Sprich, mit der Beziehung zu uns selbst und wir fokussieren dabei auf das Spezialthema Akzeptanz.

Die Definition von Akzeptanz ist schlichtweg, etwas oder jemanden anzunehmen. Ein Gefühl der Inakzeptanz kommt dann in mir auf, wenn ich mit etwas oder jemanden in negative Resonanz gehe. Ich nehme in mir einen Widerstand wahr und genau dort liegt die Schönheit. Erlaubst du dir jetzt tiefer zu gehen und der Sache auf den Grund, schenkst du dir damit eine Möglichkeit als Führungskraft und Mensch zu wachsen, indem du Inakzeptanz in Akzeptanz transformierst. Etwas weiter unten erfährst du Möglichkeiten wie.

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2 wesentliche Schritte zu Akzeptanz

Um als Leader zu Akzeptanz zu gelangen, sind zwei Schritte notwendig, wenn du in Ignoranz verharrst. Befindest du dich bereits im Zustand der Toleranz nur noch einer.

 

Schritt 1: Von Ignoranz zu Toleranz

Ignoranz hat zweierlei Bedeutung. Entweder man ist unwissend, hat also über eine Situation zu wenig Information, oder aber man meidet etwas oder jemanden bewusst. Beide Zugänge weisen auf einen Schutzmechanismus in uns hin.

Mit Ignoranz schützen wir uns davor, uns mit einer Verletzung in uns konfrontieren zu müssen. Wir lassen uns also lieber unwissend, bevor wir Informationen erhalten, die uns mit diesem Schmerz konfrontieren könnten. Ich darf also in einem ersten Schritt hinschauen und erkennen, warum ich dieses Verhalten in mir kultiviere, der Ursache des Schmerzes also auf den Grund gehen.

Sehen wir uns als Subjekt, also ich mich als Hans, Familienvater, Transformationsexperte, Helfer zum Beispiel, wird mir dies schwerfallen. Ich habe mich dann vielerlei etikettiert und hafte eher auch an diesen Etiketten. Sie geben mir Identität und damit auch vermeintlich Schutz.

Möchte ich nun jedoch in einem ersten Schritt in eine Toleranz kommen, so darf ich beginnen mich in Situationen, in denen ich diese Ignoranz in mir wahrnehme, mich als Objekt zu sehen.

Du hast beispielsweise ein Gespräch mit einer Mitarbeiterin aus der Finanzabteilung und sie sagt dir, die Zahlen seien schlecht und es ist an der Zeit etwas dagegen zu unternehmen. Du spürst es seit einigen Wochen und hattest Angst vor dieser Konfrontation. Wenn du nun euch beide beginnst aus der Vogelperspektive zu sehen, wird es dir erstens leichter fallen die finanzielle Situation zumindest zu tolerieren und zweites, durch das Hinschauen schenkst du dir die Möglichkeit zu erkennen was es in dir ist, dass dich diesen Schutzmechanismus des wochenlangen Ignorierens laufen hattest, da du euch beide eher als Objekte siehst, also zumindest etikettenloser. Einfach so wie, ihr seid, dass kann zumindest zu Toleranz führen. Und vielleicht erkennst du dann, dass es beispielsweise mit Erlebnissen aus der Kindheit stark korreliert in dem deine Mutter zu deinem Vater meist Mitte des Monats kam und ihn darauf hinwies, dass das Geld nur noch für eine Woche reicht.

Schritt 2: Von Toleranz zu Akzeptanz

Im Zustand der Toleranz unterscheide ich jedoch noch stark zwischen mir und den anderen, oder zwischen guten und schlechten Situationen. Ich dulde „nur“. Ich, die Sales Managerin und dort, der lästige Kunde. „Schon wieder einer, der es genau wissen will, mich löchert und trotz meiner wohlwollenden Antworten meckert.“ Ich werte innerlich noch, toleriere aber zumindest die Andersartigkeit, wenngleich sie mich fordert und ich andere Situationen dieser vorziehen würde. Es hat sich in der Toleranz noch kein Freiheitsgefühl zu dieser Situation oder diesem Menschen gegenüber eingestellt. Aber, ich bin einen wesentlichen Schritt weitergekommen.

Möchte ich mich hin zu Akzeptanz bewegen, so darf ich noch weiter gehen und vom Erkennen einer Situation und was mich daran stört, in das An-Erkennen kommen. Gelingt mir das, trenne ich weniger, im besten Falle sogar nicht mehr. Ich befinde mich nicht nur in der schwierigen Situation und meinen Schutzmechanismen, sondern beginne mich im anderen oder der Situation selbst zu sehen. Ich erkenne die Nörglerin in mir um bei obigem Beispiel zu bleiben und kann plötzlich mit dem meckernden Kunden besser in Verbindung gehen und so in eine An-Erkennung, in Akzeptanz, gehen. Denn, hätte ich die Nörglerin nicht in mir, so könnte ich damit im Außen nicht in Resonanz gehen.

Wertung wird schwächer, Verbindung gestärkt.

Begünstigen kannst du diesen Prozess mit folgender Übung: Frage dich in den nächsten Tagen jedes Mal, wenn du in eine Situation kommst in der es um Toleranz oder Akzeptanz geht, was es in dir ist, dass in Resonanz geht. Das Erkennen reicht in einem ersten Schritt und wird dich bereits wesentlich weiterbringen, da du den Grund von der unbewussten in die bewusste Ebene bringst und somit aktiv etwas tun kannst, wenn du möchtest. Das wäre aber bereits ein weiterer Schritt.

Mitarbeiter*innen und Kund*innen anerkennen

Vielen Unternehmer*innen und Leadern fällt es schwerer, Mitarbeiter*innen anzuerkennen als Kund*innen. Da schwingt einerseits ein altes kollektives Muster mit. Nämlich jenes, dass Kund*innen sichtlich Geld bringen und Mitarbeiter*innen sichtlich Geld kosten. Auf den ersten Blick könnte man durchaus eine Logik darin erkennen, doch macht dies Sinn? Es gibt hier kein „entweder, oder“, lediglich ein „sowohl, als auch“. Um Kund*innen bedienen zu können braucht es Hände und Herzen die die Leistung kreieren, dann verkaufen, dann erbringen.

Hier hilft es bereits, sich diese Tatsache immer wieder ins Bewusstsein zu rufen. Oder aber, man schrumpft sich auf ein Einpersonenunternehmen und macht alles in Personalunion. Doch selbst dann braucht es meist Partner oder Lieferanten die einem helfen. Ob wir wollen oder nicht, es braucht immer mehrere, manchmal gar viele. Verbindet euch!

Das zweite Thema, welches hier mitschwingt, ist folgendes. Mitarbeiter sind wie Familienmitglieder ersten und zweiten Grades näher an uns dran. Bei unseren Partnern oder Kindern zeigen wir uns wie wir wirklich sind. Auch mit allen Macken. Da die Verbundenheit groß ist, ist auch die Zumutung eine große. Im Positiven wie im Negativen. Auch die Scham ist größer, aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.

In der Arbeit sind dies die nahen Mitarbeiter. Ihnen muten wir mehr zu als den etwas weiter entfernten Kunden. Ist dir schon einmal als Chef*in aufgefallen, dass du noch kurz davor mit einem Mitarbeiter eine schwere Auseinandersetzung hattest und 5 Minuten später scheinbar bestens gelaunt und wieder lieb zum Mitarbeiter in einem Gespräch mit einer Kundin warst? Genau.

Was können wir hier tun? Wir dürfen uns hier die Frage stellen, ob wir uns nicht selbst erlauben wollen, ein klein wenig mehr zu sein so wie wir sind. Unabhängig davon wo oder mit wem wir gerade sind. Dies öffnet neue Räume für Verbindung die uns authentischer werden lassen und uns in unsere Natürlichkeit bringen. Mitarbeiter wie Kunden werden dies positiv honorieren, dem Geschäft wird es besser gehen.

Herzblitz

"Akzeptanz schenkt uns die Möglichkeit,
uns von Erwartungen zu befreien.
Im Inneren erfahren wir eine entlastende
Ausdehnung. Eine Kraft, die uns im
Außen enorm viel an autonomer
Handlungsfähigkeit verleiht. Aus einem
MUSS wird ein DARF mit Rückenwind."

Sabina Müller, IATL

In großer Anerkennung zu dir
Sabina, Kaivalya & Hans

Was denkst du darüber?

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International Academy of Transformative Leadership

Wir sind eine Internationale Business Akademie und führen dich und dein Business zu mehr Wachstum durch tiefgreifende Veränderungen aus dem Herzen.

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